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Alternative Kirchennutzung Sonntag
18. März. Eine Neuapostolische Kirche im Raum Stuttgart. Aus dem Kirchengebäude
ertönt Musik - aber wie ein feierlicher Choral hört es sich beim besten
Willen nicht an. Im Innern des Gebäudes jede Menge Jugendliche. Die Kirchenbänke
sind weggeräumt und durch Tischtennisplatte, Billard und Tischfußball
ersetzt worden. Überall Tische, an denen Muffins gegessen, Cola getrunken
oder Mensch-ärgere-dich-nicht gespielt wird. Ein Buffet ist aufgebaut. Lautes
Kreischen von der linken Seite: Den Jenga-Spielern ist mal wieder ihr kunstvoll
ausgehöhlter Turm aus Holzklötzchen zusammengestürzt. In der anderen
Ecke werden gerade wieder Mitspieler für die nächste Mäxle-Runde
Tischtennis gesucht. Vor dem Altar sieht man zwei Jugendleiter knien, die Nase
fast am Boden ... Sie suchen schlicht und ergreifend nach ihrem Tip-Kick-Fußball,
der da unten irgendwo liegen muss - eindeutig im Aus!!
Das
kann doch nicht wahr sein! Haben unsere Eltern uns nicht mühevoll beigebracht,
dass die Kirche kein Spielplatz ist, wo man herumtobt, sondern vielmehr ein Ort
der Erbauung, den man mit einer gewissen Ehrfurcht betritt? Hier die Erklärung:
Bei dem "zweckentfremdeten" Gotteshaus handelt es sich um die (ehemalige)
neuapostolische Kirche in Stuttgart-Freiberg. Sie bietet jede Menge Platz - also
ideale Rahmenbedingungen, das Gebäude einmal ganz ungezwungen als "Jugendhaus"
zu nutzen. Der Spielenachmittag, der sich schließlich zum Spieleabend ausdehnte,
war denn auch ein voller Erfolg. Für jeden war etwas dabei. Da kann man sich
nur wünschen, dass es irgendwann einmal eine Wiederholung gibt. Die Tip-Kick-Spieler
wollten sowieso eine Revanche!
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Tischbillard
und Turmbau zu Freiberg. |  |
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